Sisikon


Direkt zum Seiteninhalt

Kirchturm

Kirche



zurück



Der bestehende Turm


Der Turm war an die Kirchennordflanke nur herangeschoben, stand in keinem Mauerverband mit ihr. Er hat kleine Grundrissmasse von 3,55x3,60 m und die Mauerstärke von 90-95 cm. Er erreicht die stattliche Höhe von 15m, mit dem Helm noch zusätzlich 9,5 m. Etwa in 9 m Höhe wird der Schaft durch eine Gurte unterteilt, sonst ungegliederte Mauerflächen. An landeinwärtiger Seite im ersten Obergeschoss Bogenrelikt der alten Eigangstür. Die Masse der auf vier Seiten angebrachten, rundbogigen Schallfenster 170x90 cm sind vergleichsweise bescheiden. Kielbogig geschweifte Blendengiebel mit Zifferblättern, Helm als Achteckstumpf,
der eine kleinere Haube trägt mit stiletthaft feiner Laterne. Im Innern fünf Geschosse, das Erdgeschoss von einem Tonnengewölbe überdeckt. Im ersten Obergeschoss, unterkannt 4.7 Meter über Boden, altvermauerte Rechtecköffnung (mit Holzsturz), ehemals Durchstieg in den Dachraum des Chors. Der stark geglättete, ungestrichene Wandverputz um die ehemalige Leibungskante herumgeführt. In den unteren drei Geschossen, bis zu der das Turmäussere unterteilenden Gurte, sich gleich bleibender Mauerverband. Im dritten Geschoss vermauerte Rundbogenleibung alter Schallöffnungen ( etwa 103 x 58 cm). Das vierte Geschoss, oberhalb der Gurte, mit andersartigem Mauerwerk. Auch dieses Geschoss enthält auf vier Seiten vermauerte rundbogige Schallarkaden (124 x 77 cm). Im fünften Geschoss, der heutigen Glockenstube, setzt sich das Mauerwerk nochmals anders zusammen. Der Turm ist nachträglich zweimal erhöht worden. Für die Datierung des eigendlichen Turmschaftes ist zu berücksichtigen, dass sein tiefliegenden Schallöffnungen mit einem beträchtlich niedrigeren, flachen Dach rechneten, das romanischer dachneigung jedenfalls noch nahe stand. Gegen eine Entstehung in der Romanik sprechen allerdings der Mauerverband und der Verputz. Da der Turm nicht im Verband mit einer Chorwand stand, möchte man vermuten, dass er nach der erhebung Sisikons zur Pfarrkirche, gegen 1400, der alten Kapelle angebaut wurde. Die erste Turmerhöhung (zweites Glockengeschoss) könnte in Zusammenhang stehen mit der Anschaffung der grossen Glocke von 1598. Die zweite Turmerhöhung (mit jetzigem Glockengeschoss) muss zum Zeitpunkt erfolgt sein, als das kirchendach seine überlieferten Ausmasse erhielt, um 1660/70. Nach der Zerstörung des Helms durch Blitzschlag.

Kunstdenkmäler des Kantons Uri Helmi Gasser


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü