Sisikon


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Nessi Sisikon



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Das berühmte Nessi von Teleboy Kurt Felix wurde in Sisikon gebaut

Feuerwehr Sisikon musste ausrücken

In der zweijährigen Vorbereitungsphase
waren alle Beteiligten des Unternehmens
«Brunnie» (das Ungeheuer sollte vor Brunnen
SZ auftauchen) zu Stillschweigen verpflichtet.
Wir mussten den Bau organisieren, ohne dass
uns jemand aus der SRG-Finanzabteilung
auf die Schliche kam; ich verteilte
die Kosten unter «Kamera-Requisiten» auf
mehrere Sendungen. Schliesslich machte
Produktionsleiter Hans Weber in Sisikon
eine Werft ausfindig, die uns ohne Fragerei
einen Lagerraum für die Montage abtrat.


Halle Josef Ulrich





Doch dann brachte die «Tagesschau

» am 7. Februar 1975 – ich werde es
nie vergessen! – brennend heisse News:
«In Sisikon, Uri, ist heute früh in einer
Bootswerft Feuer ausgebrochen.
Die Einwohner haben beim Ausbruch
des Brandes dumpfe Explosionen

wahrgenommen, deren Ursache der
Einsatzleitung (Zwyer Josef) des Löschtrupps
bisher noch nicht bekannt sind.»
In dem Feuer waren die grossen
Lufttanks explodiert, die unserem Seeungeheuer
Auftrieb verleihen sollten. Ich musste
meinen Vorgesetzten einweihen. Und ich
musste erneut die Konstruktionskosten für
das Viech verstecken.

Der BLICK meldete schwerste diplomatische
Verstimmungen: «Die Schotten
sind sauer!» Sauer waren zwar nur ein
paar Anwohner des berühmten Loch Ness –
und zwar auf die SBB. Denn die hatten gewagt,
ihren Slogan «Entdecken Sie die Urschweiz
» mit der Fotomontage eines Seeungeheuers
im Vierwaldstättersee zu bebildern!
«Alle wissen, dass es nur ein einziges Nessie
gibt», schimpfte der Besitzer des Hotels Loch
Ness Lodge. Der Mann hatte vor lauter Hochland-
Nebel nicht mitgekriegt, dass 1976 im
Vierwaldstättersee tatsächlich ein Ungetüm
aufgetaucht war. Und dass damals niemand
auf den Gedanken gekommen wäre, dass es
nur ein Gag der Sendung «Teleboy» war...


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