Sisikon


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Wolf

Wolf in Sisikon


2016


Schadenstiftender Wolf erlegt

Der Wolf, der in den vergangenen zwei Monaten auf den Urner Alpen rund 50 Schafe riss, wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Gebiet Surenen/Blackenalp, Gemeinde Attinghausen, von der Wildhut und den beauftragten Jägern erlegt. Es handelt sich um ein männliches Tier. Der Wolf wurde zur genauen Untersuchung an das Institut für Tierpathologie der Universität Bern gebracht.

Am 14. Juli 2016 hatte die Sicherheitsdirektion Uri die Abschussverfügung erlassen, nachdem die Schadensschwelle erreicht worden war.

Die Jagd auf den Wolf im Kanton Uri im letzten Juli hat laut Angaben des zuständigen Regierungsrats gegen
44'000 Franken gekostet. Beteiligt waren 23 Jäger und neun Wildhüter. Sie wendeten total fast 1070 Arbeitsstunden auf, bis das Tier zur Strecke gebracht war.



1854.


Universität Zürich. Professor Heinrich Locher zahlte am 12. Februar 1853 dem Andreas Imhof
70 Franken für den Wolf.




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Vom Wolf gefressen


Aus dem untern Axenberg in der Gemeinde Sisikon ging ein Kind zur Schule und musste zudem auch zu Hause bei der Arbeit mithelfen. Als die Familie eines Abends gemeinschaftlich den Rosenkranz betete und das arme, müde Kind dabei einschlief, wurde der Vater wild, stellte es vor die Haustüre hinaus und vergass es da. Endlich sagte die Mutter, sie wolle das Kind holen. Der Vater entgegnete: »Ich habe es hinausgestellt, ich hole es auch.« Aber vergeblich öffnete er die Türe, das Kind war nicht mehr da. Umsonst suchten sie es unter Weinen und Schreien; ein Wolf, der letzte in Uri, hatte es gefressen. Man fand einige Tage später seine Spur und erlegte ihn. Andere Erzähler behaupten, das Böse habe Gewalt bekommen über das Kind; das sei oft vorgekommen, dass Kinder, die nach Betenläuten strafweise vor die Haustüre gestellt worden verschwunden seien. Seit dem Tode jenes Kindes sieht man oft zur Nachtzeit im Axen und Umgebung ein Licht herumschwirren (19. Jahrhundert).


Quelle: Müller, Josef: Sagen aus Uri 1-3. Bd. 1-2 ed. Hanns Bächtold-Stäubli; Bd. 3 ed. Robert Wildhaber. Basel: G. Krebs, 1926, 1929, 1945,


Der Wolf vom Axenberg in der Gemeinde Sisikon


Im 18. Jahrhundert hatten unsere Wildtiere noch die natürchlichen Feinde, dazu gehörte auch der Wolf. Für die Existenz der Menschen stellte der Wolf aber eine Bedrohung dar. Darum wurde der Wolf, wo immer er auftauchte, sofort bekämpft. So war es auch 1853, als nach langer Zeit wieder ein Wolf im Urnerland auftauchte. Von Flüelen her wurde Richtung Axenberg eine Treibjagt gestartet. Am Axenberg lauerten die Sisikoner dem Wolf auf, wo es Andreas Imhof am 11. Februar 1853 gelang, den Wolf zu erlegen.



Foto Kari Arnold

Bild Kari Arnold Sisikon

Angaben zum Wolf


Der Wolf vom Axenberg ist als Dermoplastik erhalten geblieben und steht heute noch im Zoologischen Museum der Universität Zürich. Professor Heinrich Locher zahlte am 12. Februar 1853 dem Andreas Imhof 70 Franken für den Wolf . Der Wolf wurde präpariert und steht seither an besagter Stelle. Der Wolf ist ein adultes Männchen (Canis lupus lupus).




Angaben zum Abschuss des Wolfes


Der Wolf wurde am Axenberg geschossen. Die Bezeichnung „Axenberg“ taucht auf der heutigen Landestopographie nicht mehr auf. Gemäss dem alten Schulatlas entspricht der Axenberg dem heutigen Oberaxen. Laut Angaben auf dem Bezeichnungsschild - montiert auf der Unterseite der Befestigungsplatte des Wolfs - sind die Koordinaten 690,2/197,9 vermerkt. Von den Einheimischen wird der Koordinatenpunkt auf dem Oberaxen „Teufi“ genannt.


Angaben zur Familie Andreas Imhof


Andreas Imhof wohnte im Tellen in Sisikon, und wurde am 29. Juli 1830 geboren. Er war im Jahre 1858 Gemeindepräsident von Sisikon und starb am 29. Juni 1880 an einer Lebervergiftung. Sein Vater war der erste Organist der Sisikoner Aegidius Kirche. Der Bruder von Andreas, Hieronymus, wurde am 4. April 1840 geboren und war Kapuziner und Erbauer der Kirche Realp.




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